250 Jahre Gewerbliche Schule
„Es ging erstaunlich schnell“, bemerkte Schulleiterin Sabine Fath beim Festakt zum 250. Geburtstag der Gewerblichen Schule. 1776 ist die Zeichenschule für Goldschmiede aus der Not auf den Weg gebracht worden und zwar in einer Geschwindigkeit, die heute ein ungläubiges Staunen hervorrufen würde. Eine Wirtschaftskrise zwang damals die Gold- und Silberschmiede ihre Kosten zu reduzieren. Vor allem die Anfertigung von Schmuck und Gerät nach Kundenwünschen war sehr aufwendig, weil dazu ein Prototyp angefertigt wurde, der bei Nichtgefallen umgeändert werden musste. Wenn Goldschmiede aber eine genaue und plastische Zeichnung vorlegen könnten, wäre viel Material und Arbeitszeit gespart, weil es weniger Aufwand ist, die Zeichnung abzuändern, als das Werkstück neu anzufertigen. Der Stadtrat genehmigte am 7. Mai die Einrichtung einer Schule, die das nötige Wissen dazu vermitteln konnte. Schon am 1. Juni fand der erste Unterricht im ehemaligen Gmünder Waisenhaus statt. Sabine Fath skizzierte die Entwicklung der Schule von Johann Georg Strobel über den Schulleiter Allmendinger, einem ausgezeichneten Ingenieur und Pädagogen, der die Schüler mit Segelflug begeistern konnte, aber 1933 von den Nazis zwangspensioniert wurde, weil er sich weigerte, offizielle Schreiben mit dem Hitlergruß zu zeichnen bis zum Bau auf dem Hardt. Dieser wurde 1973 fertig gestellt. In den Grußworten von Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Dr. Joachim Bläse wurde die Bedeutung von Innovation und Anpassung an die Bedürfnisse der Zeit betont. Umrahmt wurde die Jubiläumsfeier von musikalischen Beiträgen unserer ehemaligen Schülerin Saskia Winkler und einem üppigen Büfett von unserem großartigen Meisterteam aus der hauseigenen Nahrungsabteilung.
Herzlichen Glückwunsch, Gewerbliche Schule! Auf die nächsten 250 Jahre!